1. Sofortmaßnahmen
- Offene Wunde: Blutfluss fördern (Druck), intensive Desinfektion.
- Haut-Kontamination: abwaschen und intensiv desinfizieren.
- Auge / Schleimhaut: intensive Spülung mit Wasser oder NaCl.
- Unverzüglich weiter zum nächsten Schritt.
2. Risikobewertung & Arztkontakt
Umgehend D-Arzt hinzuziehen, Unfallart bewerten (Zeitpunkt, Instrument, Inkorporation).
Wichtig — Indexperson (Patient):
- Einverständnis für Hepatitis/HIV-Serologie zwingend einholen.
- Infektionswahrscheinlichkeit (Anamnese) sofort klären.
- Blutuntersuchung der Indexperson veranlassen.
3. Diagnostik, Therapie, Dokumentation
- Immunitätslage des verletzten Personals prüfen (Impfdokumente).
- Blutkontrolle: HIV, HCV, HBV.
- HIV-PEP-Beginn idealerweise binnen 2 Stunden.
- HBV-Immunisierung wenn nötig.
4. Meldung & Nachsorge
D-Arzt-Bericht oder Unfallanzeige an BGW / Unfallkasse senden. Nachsorge beim festgelegten Arzt in angemessenen Abständen.
Quelle: BGW-Leitfaden Stich- oder Schnittverletzungen.
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