Klarheit schaffen: Vorsorge vs. Eignung
Prävention
Dient dem individuellen Gesundheitsschutz und der Beratung. Oft Pflicht für den Arbeitgeber anzubieten, aber das Ergebnis ist vertraulich (nur teilgenommen). Ziel: Erkrankungen verhindern.
Status
Nachweis der körperlichen/geistigen Fähigkeit zur sicheren Ausführung einer Tätigkeit (Fremd-/Selbstschutz). Der Arbeitgeber erhält das Ergebnis: geeignet oder nicht geeignet.
Häufige Eignungsuntersuchungen
Fahr- & Steuertätigkeiten
Für Mitarbeitende, die Flurförderzeuge (Gabelstapler), Krane oder Erdbaumaschinen bedienen. Fokus: Sehvermögen, räumliche Wahrnehmung, Reaktionsfähigkeit.
Arbeiten mit Absturzgefahr
Für Tätigkeiten in der Höhe (Maststeiger, Hochregallager, Dacharbeiten). Geprüft werden Gleichgewichtssinn, Herz-Kreislauf-System und Schwindelfreiheit.
Atemschutzgeräte
Eine der körperlich anspruchsvollsten Untersuchungen. Für Feuerwehrleute, Grubenwehren oder Chemiewerker. Lungenfunktion, Belastungs-EKG und körperliche Checks.
Offshore-Eignung
Spezielle Eignungsnachweise für Arbeiten auf Plattformen oder in Windparks (z.B. OGUK). Strenge Kriterien aufgrund isolierter Lage.
Nacht- & Schichtarbeit
Untersuchung auf gesundheitliche Bedenken gegen Nachtarbeit. Fokus auf Schlafstörungen, Magen-Darm-Erkrankungen und psychophysische Belastbarkeit.
Strahlenschutz
Für Personen, die beruflich ionisierender Strahlung ausgesetzt sind (Kategorie A/B). Strenge jährliche Überwachung.
Wichtiger rechtlicher Hinweis
Eignungsuntersuchungen greifen in das Persönlichkeitsrecht ein und bedürfen daher einer klaren Rechtsgrundlage (z.B. spezielle Gesetze, Betriebsvereinbarung oder Arbeitsvertrag) sowie der Einwilligung des Mitarbeitenden. Wir beraten Sie gerne zur rechtssicheren Umsetzung in Ihrem Unternehmen.
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